Urbane Naturfotografie – Feldhamster am Meidlinger Friedhof

Anders als bei den Rehen am Zentralfriedhof, hatte mich diesmal nicht erst das Wiener Wildnis Buch auf die Idee gebracht, Feldhamster in Wien zu fotografieren. Bereits Moritz Kaufmann (siehe meinen Blogbeitrag über Youtube Kanalempfehlungen) weckte mit seinen Roadtrip Videos (Tag zwei, drei und vier) den Wunsch in mir, diese kleinen Tierchen abzulichten.

Doch erst als ein Arbeitskollege mir erzählte, dass er am Vortag zahlreiche Hamster am Meidlinger Friedhof gesehen hatte, beschloss ich, abermals auf einen Friedhof fotografieren zu gehen.

Ort: Meidlinger Friedhof

Erreichbarkeit (öffentlich): Mit der U6, Station Meidling, oder den Regionalzügen, Bahnhof Meidling (bzw. diverse Bus- und Straßenbahnlinien, die den Bahnhof anfahren)

Fotografierte Tiere: Feldhamster

Um ja keine Ausreden zu haben, begab ich mich gleich am folgenden Montag kurz nach 8 Uhr auf den Meidlinger Friedhof. Der Arbeitskollege hatte mir mitgeteilt, dass er den Hamster im hinteren Bereich des Friedhofs begegnet ist (also in Richtung Kundratstraße).

Ich betrat den Friedhof trotzdem durch das Haupttor (Haidackergasse) und arbeitete mich aufmerksam durch das Gelände. Dem ersten Feldhamster erblickte ich aber wirklich erst, nachdem ich die Eibesbrunnergasse überquert hatte. Ab hier finden sich zahlreiche Spuren im Boden, die auf die Anwesenheit der Feldhamster hinweisen. In diesen Löchern verschwinden sie auch rasch, wenn man sie verschreckt.

Aber zurück zu meinem ersten Feldhamster. Dieser stand gemütlich zwischen einem Holzpflock und einem Plastikrohr im Boden. Und sogleich hatte ich mein erstes Feldhamsterfoto im Kasten. Freilich war diese Komposition weit von dem entfernt, was ich mir vorstellte. Glücklicherweise tummelten sich noch weitere kleine Pelzknäuel durch die Gegend.

Was für die meisten Tierfotos gilt, ist für so kleine Tiere wie den Feldhamster besonders wichtig: Begebt euch zum Fotografieren unbedingt auf Augenhöhe mit den Tieren. Also runter auf den Boden mit euch!

Es mag sich vielleicht etwas merkwürdig anfühlen, auf einem Friedhof im Gras zu liegen, doch spätestens wenn ihr die Fotos dann seht, macht ihr euch darüber keine Gedanken mehr. In dieser Position sind vielleicht zwei ältere Damen an mir vorbeigegangen und keine hat mich angesprochen. Ich war sicherlich nicht der erste Fotograf, den sie dort liegen sahen. Und ganz sicher auch nicht der letzte. Denkt einfach nicht zu viel darüber nach!

Wie schon erwähnt, sind die Feldhamster etwas schreckhaft und man sollte keine ruckartigen Bewegungen machen. Falls man sie trotz Vorsicht doch einmal verschreckt, muss man nur etwas Geduld bewahren. Nach kurzer Wartezeit kommen sie meist wieder aus ihren Verstecken.

Als dann allerdings gegen 09:30 Uhr die Grabpfleger anrückten, verschwanden auch die Feldhamster für längere Zeit. Der perfekte Zeitpunkt für mich, den Fotoausflug zu beenden.

Die beste Zeit für eure Fototour zu den Feldhamstern ist sicherlich gleich nach Öffnung, bzw. etwa eine Stunde vor Schließung des Friedhofs. Die Öffnungszeiten sind grob gesagt von 7 bis 19 Uhr (Sommer), bzw. 8 bis 17 Uhr (Winter). Die genauen Zeiten findet ihr auf www.friedhoefewien.at.

1 Antwort

  1. derMeier sagt:

    Hey Martin, ich machs mal wie Ben ….

    sag mal Einstellungen, DIGGA 🙂

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