Meine Gedanken zur Flüchtlingsthematik

Hallo und Willkommen bei einem außergewöhnlichen Posting,

in der Vergangenheit habe ich politische Postings bewußt vermieden. So manches politisches Statement findest du in meiner Twitter Timeline.

Die letzten Tage waren außergewöhnlich –> in jeder Hinsicht. Wir alle, sicher auch du, haben die Meldungen über die Flüchtlingsströme, die Toten in einem Kühlfahrzeug auf der A4, die Umstände in Traiskirchen oder auch die Bilder der toten Kinder mitbekommen.

Die aktuelle Situation zeigt aber auch das wahre Bild der Menschen, Freunde, Kollegen und anderwertiger Bekannten. Ich bin mir sicher, dass du auch derartige Erfahrungen gemacht hast.

Von Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und Fremdenhass ist alles dabei. Das Volk will unterhalten werden und findet diese in Form von diverser bedruckter Blätter (vorzugsweise liegen diese Gratis auf den Bahnhöfen auf) wieder.

Die letzten Tage habe ich meine Nachrichtendiät ausgesetzt. Mir geht es dabei nicht gut – diese Diät bringt echt was. Die ganze Österreich-Ungarn Geschichte hat mich dazu veranlasst uptodate zu sein. Warum? Ich weiß es eigentlich nicht. Aber kann man wegschauen? Ich sage nein. Entsetzen, ich denke so kann ich einen großen Teil meiner Gefühle beschreiben. Was genau? Das hier …

  • … die vielen Hasspostings in den social medias
  • … die Lähmung der europäischen Gemeinschaft
  • … die stille der Regierung – bis vor wenigen Tagen
  • … die Anzahl der flüchtenden
  • … die Lügen!, ja Lügen, die dzt. in den sozialen Netzwerken verbreitet werden
  • … das Verhalten mancher Länder.
  • … das System „intelligentes Lebewesen Mensch“

Meine absolute Hochachtung gilt den freiwilligen Helfern die sich spontan auf dem Weg gemacht haben um die Flüchtlinge am Wiener Westbahnhof, Wiener Hauptbahnhof, Salzburger Hauptbahnhof oder in einem der vielen Camps betreuen. Ihr alle zeigt das der Mensch die Dinge regelt während die Regierungen denken. Danke euch.

Mein persönlicher Held der letzten Tage ist Christian Kern. Der ÖBB Chef handelt als Mensch und Manager. Als viele Medien und Politiker noch darüber berichteten schickte die ÖBB Züge nach Ungarn um die Personen abzuholen.

Diese Krise zeigt meiner Meinung nach wie weit wir es in der Gesellschaft gebracht haben. Das Thema der freien Meinungsäußerung wird vom linken und rechten Rand dominiert. Wer kritisch über die Flüchtlingsthematik spricht ist ein Nazi. Jene die Helfen sind die vielzitierten Gutmenschen. Es wirkt als gäbe es keine Mitte und vor allem keine sachliche freie Meinungsäußerung mehr. Das veranlasst viele einfach still zu sein. Stille ist nie gut. Meiner Meinung nach der falsche Weg. Beide Seiten verbreiten unwahrheiten ohne Ende. Erst vor kurzem habe ich persönlich einen derartigen Fall miterlebt. In einer regionalen Facebook Gruppe wurde über die still und heimliche Unterbringung von Flüchtlingen diskutiert. Den sachlichen Inhalt sucht man – bis zum Zeitpunkt dieses Postings – verzweifelt. Ich denke du kannst dir vorstellen auf welcher Ebene hier diskutiert wurde. Jetzt muss man folgendes wissen … zum Zeitpuntk des Postings waren in der besagten Region (noch) keine Flüchtlinge untergebracht. Wir sehen nur jene Dinge die wir sehen wollen.

Die Lösung

Nein, ich habe keine Lösung. Hätte ich eine würde ich wohl einer anderen beruflichen Tätigkeit nachgehen. Es kann nur gehen wenn wir alle ein wenig zusammenrücken und alle zusammenhalten. Manta- und GTI Fahrer, Austrianer und Rapidler, dicke und dünne … wenn wir alle zusammenhalten, würden wir viel schaffen!

Sicherlich nutzen viele den Strom der Kriegsflüchtlinge aus um nach Europa zu kommen. Es gibt mit Sicherheit viele Wirtschaftsflüchtlinge und jene die aus anderen Gründen nach Europa wollen. Dessen bin ich mir sicher. Aber, gibt es diese schwarzen Schafe nicht überall?

Folgende Inhalte brauchen wir für eine menschliche Lösung:

  • ein europäisches Konzept zur Bewältigung des Flüchtlingsstromes
  • ein Konzept zur Erfassung der Personen, so können wir auf die nicht Kriegsflüchtlinge reagieren
  • Ort an denen die Menschen schlafen und versorgt werden können
  • Transportsysteme –> schaut euch die ÖBB an 🙂
  • Kontrollen um den Schleppern das Leben schwer zu machen
  • ein europäisches Ziel –> die Bewältigung und Unterstützung der Kriegsflüchtlinge.

Stellen wir uns vor Syrien ist eine Bank. Ich glaube die EU hätte eine Lösung schnell beschlossen. Wir hätten die geflohenen Banker bereits versorgt und untergebracht.

Meiner Ansicht nach dürfen wir Flüchtlinge nicht mit den – in Österreich – aktiv organisierten Banden vergleichen. Gegen diese Banden muss vorgegangen werden. Nicht jeder Flüchtling ist ein Verbrecher oder radikaler Kämpfer. Jene die sich unter dem Flüchtlingsstrom geschmuggelt haben müssen ausgeforscht werden. In erster Linie müssen wir den Blick auf die Menschen richten. Die Menschen die unsere Hilfe brauchen. Wieso sehen wir immer nur die schlechten Seiten bzw. Möglichkeiten?

Für mich wirkt es als wäre die Asylpolitik europaweit gescheitert. Genauso wie wir vergessen haben wie Europa nach dem zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde. Wie viele der Asyl-socialmedia-Poster wissen was der Marshall-Plan war? Angesichts der Wortmeldungen wohl ein eher sehr geringer Prozentsatz. Diejenigen die den Hintergedanken der europäischen Gemeinschaft kennenlernen wollen sollten von Hugo Portisch WAS JETZT * lesen.

Warum ich zum Thema Asyl und Flüchtlinge poste ist ganz kurz erklärt. Es geht um Menschen. Menschen in Not. Mit diesem Posting bringe ich dir meine Gedanken näher und ich hoffe es erklärt warum ich dzt. auf Twitter immer mehr zu politischen Themen poste.

Was ich mir wünsche

  • Helfen wir Menschen in Not
  • Rücken wir zusammen
  • Lassen wir doch bitte wieder öffentliche – auch kritische – Diskussionen zu. Ohne „Nazi“ ohne “Gutmensch”.
  • Denken wir alle nach bevor wir etwas posten und sagen
  • Hinterfragen wir den Status Quo
  • Gehen wir auch auf die Straße wenn es um unser Steuergeld oder unsere Privatsphäre geht.
  • Setzen wir Zeichen
  • Zünden wir alle eine Kerze für ein friedliches und freundliches Europa an!

Googelt einmal nach der #showyourfacechallenge –> hier gibt es jede Menge tolle Aussagen.

Leute, es gibt da draußen jede Menge Leute die Hilfe brauchen, es gibt – wie so oft im Leben – nicht nur schwarz & weiß.

Achja … eines hab ich noch

Für alljene die der Meinung sind:“ Österreich, den Österreichern, Helfen wir doch lieber den Obdachlosen, den Arbeitslosen …

Unterstützt Organisationen wie z.B. die Gruft, Aktion Christkind, helft Familien in Not, Spendet für die Einsatzorganisationen.

Ja, unser Land hat Budgetabweichungen in der Höhe von Milliarden und unsere Einsatzorganisationen sammeln Spenden für persönliche Schutzausrüstung und Einsatzfahrzeuge. Ja, wir bauen sogar in unserer Freizeit die Feuerwehrhäuser selbst. Wir arbeiten damit wir anderen in Not helfen können. Denkt mal über diese Situation nach, wenn du das nächste mal einen Erlagschein von der Feuerwehr oder dem roten Kreuz erhältst. Die freiwilligen Einsatzorganisationen sind leider nicht „to big to fail“

… und noch etwas … hört auf Stimmung zu machen, Fremdenhass bringt niemanden was!

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag

Mike

 

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