Mein Fotojahr 2017

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu, höchste Zeit also, zurückzublicken. Angeregt durch das Fotobuch-Video von Stephan Wiesner, zeige ich euch drei Bilder, die mein Fotojahr 2017 repräsentieren.

Mein bestes Bild 2017

Bei diesem Foto handelt es sich um eine sogenannte HDR-Aufnahme (High Dynamik Range – hoher Dynamikumfang), die aus mehreren Fotos mit unterschiedlichen Verschlußzeiten zusammengesetzt wurde.

So ist das Foto entstanden: Ich wollte einen Sonnenuntergang hinter dem Stockerauer Flugplatz fotografieren. Zuerst habe ich mit Hilfe der App Planit! Pro nachgesehen, wann die Sonne am gewünschten Tag untergeht und welchen Standort ich ungefähr aufsuchen sollte.

Kleiner Tipp: Als Besitzer einer APS-C Kamera sollte man bei der Eingabe der gewünschten Brennweite den Cropfaktor nicht vergessen! Ansonsten kann es womöglich passieren, dass man an der berechneten Stelle steht, aber mit dem gewählten Objektiv sein Motiv nicht ganz aufs Bild bekommt.

Danach folgte nur noch ein Spaziergang zur geplanten Zeit an den geplanten Ort. Dabei lieber etwas früher gehen, um noch genügend Zeit zu haben, das Stativ aufzustellen und die Kamera einzustellen. Vielleicht ergibt sich ja auch ein schönes Motiv auf dem Weg, das einem etwas aufhält. Bei mir war dies z.B. ein Reh, das plötzlich auf dem Weg stand. Dass dieses leider zu weit weg stand und sich trotz sehr vorsichtiger und leiser Annäherung zu früh entfernte, ist dabei eine andere Geschichte…

Am Computer wurde das gezeigte Bild schließlich mit Hilfe von HDR Efex Pro 2 (enthalten in der kostenlosen Google Nik Collection) in Photoshop CS6 aus 5 Fotos erstellt.

Mein Lieblingsbild 2017

Mein Lieblingsfoto 2017 ist (wahrscheinlich wenig überraschend) eine Tieraufnahme.

Auch wenn der Specht leider nicht ganz scharf ist, mag ich das Bild sehr. Entstanden ist es im Oktober im Waldviertel. Ich hörte das typische Klopfgeräusch an einem Baum, konnte das Tier jedoch nicht entdecken. Ganz vorsichtig näherte ich mich dem Ton. Bis jetzt hatte ich immer Pech mit Spechten, denn sie hämmerten stets an der mir abgewandten Baumseite, um schließlich wegzufliegen, ohne dass ich sie vernünftig erwischen konnte. Doch bei diesem hatte ich endlich Glück.

In der Nachbearbeitung wurde nur die RAW Entwicklung vorgenommen.

Mein Lernbild 2017

Dieses Foto entstand im Zuge eines Fotoshootings mit Herrn Meier. Als Naturfotograf hatte ich ihn gleich vorgewarnt, dass er sich nicht zu viel von den Bildern erwarten sollte. Schließlich stellen sich Tiere eher selten für Porträts zur Verfügung und Landschaften müssen nicht mit Scheinwerfern beleuchtet werden. Am Ende war das Ergebnis dann gar nicht so schlecht (meiner Meinung nach).

Aber was habe ich bei diesem Fotoshooting gelernt?

Ich hätte nie gedacht, wie klein der Schärfebereich bei Blendenwerten um die 2 ist. Wenn da der Kopf leicht gedreht wird, ist das zweite Auge schon unscharf. Aber auch z.B. die Nase, wenn die Person geradeaus in die Kamera sieht. Außerdem ist es gar nicht so leicht, seinen gewünschten Fokuspunkt zu treffen. Ich möchte gar nicht zählen, bei wievielen Fotos die Augen unscharf waren.

Auch bei der Lichtsetzung konnte ich einiges lernen. Ich habe mit 3 Dauerleuchten von Dedolight gearbeitet. Alleine bei diesen bilden Standort, Lichtstärke und Anzahl der verwendeten Lampen einen großen Spielraum für viele verschiedene Ergebnisse des selben Motivs.

Ich denke, als Anfänger kann man hier wirklich zahlreiche Stunden verbringen. Wobei man wohl besser ein Stofftier oder eine Puppe (oder vielleicht Herrn Meier ;-)) als Motiv verwenden sollte.

Fazit

Es war sehr interessant, meine 2017 gemachten Fotos durchzusehen. Überrascht war ich über die geringe Anzahl der Tier-, bzw. Naturfotos. Ich bin viel zu wenig im Wald gesessen, habe keine einzige mehrtägige Wanderung gemacht (im Gegensatz zu 2016. Nachzulesen hier und hier). Das muss sich 2018 unbedingt ändern!

Jetzt liegt es an euch, mir eure drei Fotos aus dem Jahr 2017 zu zeigen. Ein Link zu eurem Bild auf den gängigen Fotoplattformen, einem Socialmediabeitrag oder eurer Homepage reicht hier vollkommen.

Zum Abschluß noch vielen Dank an Stephan Wiesner für sein Video (und nicht nur dieses), dass mich zu diesem Blogbeitrag inspiriert hat!

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